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Forschungsdatenmanagement in Bayern

Netzwerke, Infrastrukturen, Serviceangebote und Projekte

Diese Seite bietet eine Übersicht über Netzwerke, Infrastrukturen, Serviceangebote und Projekte im Bereich Forschungsdatenmanagement (FDM) in Bayern. In Bayern gibt es keine klassische Landesinitiative. Einen dazu ähnlichen Ansatz verfolgt der 2025 gestartete hochschulübergreifende IT-Service Forschungsdatenmanagement (HITS FDM).

Ihnen fehlt ein Angebot oder Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne.

Netzwerke

rdmuc (Münchner Arbeitskreis für Forschungsdatenmanagement)

Der Münchner Arbeitskreis rdmuc beschäftigt sich mit Fragestellungen und aktuellen Themen im Forschungsdatenmanagement. Der Arbeitskreis wurde ursprünglich von Mitarbeitenden der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), der Technischen Universität München (TUM) sowie dem Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) ins Leben gerufen, eine Teilnahme steht allerdings allen interessierten Einrichtungen im Großraum München offen. In regelmäßigen Abständen werden Treffen organisiert, ein informeller Austausch ist über eine Mailingliste möglich.

Bei Interesse oder für Informationen zu künftigen Treffen wenden Sie sich gerne an forschungsdaten@ub.uni-muenchen.de.

FDM-Kompetenzpool

Der FDM-Kompetenzpool des Bayerischen Bibliotheksverbunds (BVB) trifft sich als Interessengemeinschaft halbjährlich zum Austausch und zu gemeinsamen Fortbildungen. Zudem existiert ein internes Wiki und eine interne Mailingliste. Der FDM-Kompetenzpool steht allen, die sich an bayerischen Einrichtungen mit Forschungsdatenmanagement beschäftigen, offen – auch abseits der Bibliothekswelt. Für die Teilnahme bitte Markus Putnings, Michael Zweier oder Dr. Martin Spenger kontaktieren.

fdm-bayern.org

Die Webseite fdm-bayern.org bietet eine Übersicht zu den FDM-Angeboten verschiedener Einrichtungen aus Bayern. Diese werden unter anderem in einer Service-Landkarte visualisiert. Auch die FDM-Policies der bayerischen Hochschulen sind verlinkt. Ferner werden die Beteiligungen bayerischer Einrichtungen an der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) dargestellt und im Einsatz befindliche FDM-Werkzeuge beschrieben. Die Webseite wird von der FAU Erlangen-Nürnberg und der LMU München kooperativ betreut.

open bydata competence center (oc.bydata)

byte, die Bayerische Agentur für Digitales, betreibt das open bydata competence center (oc.bydata). oc.bydata unterstützt bei der (Nach-)Nutzung von Daten aus Verwaltung, Wissenschaft und Unternehmen. Hierfür bietet oc.bydata Zugang zu Verwaltungsdaten und anderen offenen Daten aus Bayern durch das bayerische Open Data Portal. Darüber hinaus berät oc.bydata zu Lizenzen, der Veröffentlichung von Daten, Linked Open Data und zum Themenbereich Datenaufbereitung. Des Weiteren veranstaltet oc.bydata Workshops und Roundtables zu Open Data und deren Nutzung.

Serviceangebote

Hochschulübergreifender IT-Service Forschungsdatenmanagement (HITS FDM)

Der Hochschulübergreifende IT-Service Forschungsdatenmanagement (HITS FDM) wird seit 2025 im Rahmen eines Aufbauprojektes entwickelt. Der HITS wird verschiedene FDM-Dienste bayerischer Einrichtungen einer Nutzung durch andere Hochschulen öffnen und zentral Support sowie Beratung für FDM-Stellen an bayerischen Hochschulen bieten. Gleichzeitig treibt der HITS die Vernetzung unter bayerischen Hochschulen im Bereich FDM voran und evaluiert fortlaufend deren Bedarfe.

Erlangen National High Performance Computing Center (NHR@FAU)

Das Nationale Hochleistungsrechenzentrum NHR@FAU ist Mitglied des NHR-Verbunds und ermöglicht Forschenden deutschlandweit Zugriff auf eine moderne Infrastruktur zum High Performance Computing. Neben Rechenressourcen bietet NHR@FAU Angebote zum Support und zum Troubleshooting sowie ein umfassendes Schulungsprogramm. Schwerpunkte sind insbesondere atomistische und Moleküldynamik-Simulationen sowie künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen. Gemeinsam mit dem Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (LRZ) betreibt NHR@FAU die zentrale Infrastruktur BayernKI, über die Forschenden an bayerischen Hochschulen kostenfrei Zugang zu KI-Systemen und Trainingsprogrammen erhalten können.

Competence Network for Scientific High Performance Computing in Bavaria (KONWIHR)

KONWIHR (Competence Network for Scientific High Performance Computing in Bavaria) unterstützt und fördert Projekte von Forschenden aus Bayern, die ihre wissenschaftlichen Software-Anwendungen an moderne hoch-parallele Rechnerinfrastrukturen anzupassen und darauf auszuführen möchten. Geförderte Projekt werden in Kooperation mit LRZ oder NHR@FAU durchgeführt, die auch die primäre Hardware-Architektur stellen. Der maximale Förderzeitraum beträgt 12 Monate. KONWIHR wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert.

Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (LRZ)

Das Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften ist seit 1962 der kompetente IT-Partner der Münchner Universitäten und Hochschulen sowie wissenschaftlicher Einrichtungen in Bayern, Deutschland und Europa. Es bietet die komplette Bandbreite an IT-Dienstleistungen und -Technologie von E-Mail über Webserver zu Cloud-Lösungen und betreibt das Münchner Wissenschaftsnetz (MWN). Es betreibt nationale Höchstleistungsrechner zum Supercomputing wie auch Quantencomputer und - gemeinsam mit dem Regionalen Rechenzentrum Erlangen (RRZE) - KI-Infrastruktur (BayernKI) zur Abdeckung des ständig steigenden Bedarfs.

Das Team Forschungsdatenmanagement (FDM) des Leibniz-Rechenzentrums berät Forschende, die nicht von den Bibliotheken der Ludwig-Maximilians-Universität und der Technischen Universität München versorgt werden. Hierbei wird Unterstützung zu Konzepten zur Daten-/Metadatenhaltung und zu Datenmanagementplänen geboten. Der IT-technische Fokus des FDM-Teams liegt in der FDM-Dienstentwicklung für datenintensive Forschungsvorhaben - speziell im High-Performance-Computing. Das LRZ beteiligt sich in diesem Rahmen auch an FDM-orientierten Projekten mit einem Schwerpunkt auf länderübergreifende Interoperabilität – oft im Rahmen der NFDI.

Digital Humanities Virtual Laboratory (DHVLab)

Das an der LMU entwickelte Digital Humanities Virtual Laboratory (DHVLab) ist eine virtuelle, modulare und Cloud-basierte Infrastruktur für Lehre und Forschung. Das DHVlab eignet sich in besonderer Weise für Lehrveranstaltungen und Projekte mit anspruchsvollen digitalen Inhalten wie Korpora, (Bild-)Datenbanken, XML und bietet eine niedrigschwellige Lösung für Lehrende und Forschende, die eine zentrale Datenbank-, Repositoriums- und Entwicklungsumgebung benötigen. Mit dem DHVLab wird damit eine digitale Infrastruktur zur Verfügung gestellt, die zur Vermittlung grundlegender Datenkompetenzen (Data Literacy) eingesetzt werden kann.

Laufende Projekte

Folgende Projekte mit FDM-Bezug werden schwerpunktmäßig in Bayern bearbeitet und sind auch über Bayern hinaus von großer Relevanz:

Datenkompetenzzentrum Sammlungen, Objekte, Datenkompetenzen (SODa)

Wissenschaftliche Sammlungen an Hochschulen und Universitäten sind bedeutende Infrastrukturen für Forschung, Lehre und Wissenstransfer. Mit über 1.200 Sammlungen aus nahezu allen wissenschaftlichen Disziplinen verfügt die deutsche Hochschullandschaft über eine einzigartige Wissensressource und einen bedeutenden Datenspeicher. SODa vermittelt die für die Forschung in und mit wissenschaftlichen Sammlungen notwendigen und nützlichen Datenkompetenzen und entwickelt diese transdisziplinär und praxisbezogen weiter. Das Datenkompetenzzentrum ermöglicht ein Kennenlernen, Diskussionen sowie Fortentwicklungsmaßnahmen bezüglich Standards, Good Practices und neuen Verfahren des sammlungsbezogenen Forschungsdatenmanagements, der Forschungsdatenanalyse, -bewertung und -verwertung sowie der datenbasierten Sammlungs- und Objektforschung. Es fördert die interdisziplinäre Vernetzung, den Auf- und Ausbau von Kooperationen und engagiert sich selbst in Forschungskooperationen, Gremien der Standardentwicklung sowie in der NFDI.

Weitere Informationen

Digitale Langzeitverfügbarkeit im Bibliotheksverbund Bayern

Das Projekt Digitale Langzeitverfügbarkeit im Bibliotheksverbund Bayern wird vom bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst seit 2019 gefördert. Ziel des Projekts ist der Aufbau eines LZV-Angebotes, das allen bayerischen Hochschulen und ihren Bibliotheken zur Verfügung steht und sich perspektivisch auch an weitere Institutionen richtet. Die Arbeit im Projekt teilt sich in zwei Hauptbereiche: 1. Etablierung organisatorischer Strukturen (samt Kooperationen und Öffentlichkeitsarbeit), 2. Entwicklung nachnutzbarer, technischer Lösung und Etablierung dazugehöriger Angebote.

Weitere Informationen

Abgeschlossene Projekte

eHumanities - interdisziplinär

Im Rahmen zweier Phasen konzipierte und evaluierte das Projekt neue FDM-bezogene Hilfsmittel sowie Best-Practice-Empfehlungen für die digitalen Geistes- und Sozialwissenschaften (Digital Humanities). Gefördert wurde das Projekt durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst. Projektpartner waren die Universitätsbibliotheken der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) sowie die IT-Gruppe Geisteswissenschaften (ITG) der LMU München.

In der ersten Projektphase (2018-2020) widmeten sich Arbeitspakete der Entwicklung eines Metadatenmodells, der Nutzung eines Tools für Datenmanagementpläne, der Einführung von E-Learning-Angeboten, der Etablierung von Prozessabläufen sowie der Optimierung der Publikations- und Recherchemöglichkeiten.

Der Fokus der zweiten Projektphase (2021-2023) lag auf der Integration von Forschungsdaten-Entitäten in etablierte Normdatensysteme, der Erweiterung des DataCite Best Practice Guides sowie des DataCite-Metadatengenerators, der zentralen Bereitstellung von FDM-Diensten, Schulungen, Anleitungen, Best Practices und abschließend der Integration der erarbeiteten Dienstleistungen und Workflows in eine FDM-Service-Plattform.

Im Rahmen des Projektes wurde auch die Webseite fdm-bayern.org aufgebaut, die anderen bayerischen und überregionalen Projekten im Bereich Forschungsdatenmanagement eine Plattform bieten und auf bestehende Initiativen und Ansprechpartner in bayerischen Einrichtungen hinweisen soll und nach Projektende von den Projektbeteiligen weiter betreut wird.

Weitere Informationen

LaVe - Langfristige Verfügbarkeit und Nutzbarkeit von Forschungsdaten

LaVe war ein vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst gefördertes Projekt (2022-2024), in dessen Mittelpunkt zentrale Unterstützungsservices im Bereich der langfristigen Verfügbarkeit und Nutzbarkeit von Forschungsdaten standen. Dabei agierte LaVe auf drei Ebenen: konzeptionelle und administrative Vorarbeiten und Überlegungen für eine reibungslose Übergabe und Erhaltung von Forschungsdaten; lokale PID-Dienste, um Forschungsdaten besser in einer vielfältigen Dateninfrastruktur-Landschaft verwalten und identifizieren zu können; Anschluss von (über-)regionalen Diensten an lokale Infrastrukturen.

Das Projekt wurde gemeinschaftlich durch die Universitätsbibliotheken der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) betrieben.

Weitere Informationen


Zitiervorschlag (Chicago)

Redaktion von forschungsdaten.info. „Forschungsdatenmanagement in Bayern“. forschungsdaten.info, 03. November 2025. Link.